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Kultur:
Live-Musik, Tanz und gute Laune auf dem Dorfanger




Breslack (han). Schon zu DDR-Zeiten war Blasmusik „Balsam für die Ohren“, wie es in einem bekannten Lied heißt und genauso beliebt, wie bei heutigen Volksfesten. Als sich im Winterhalbjahr 1972/73 eine Gruppe junger Männer mit noch geringen musikalischen Fähigkeiten zum Frühschoppen in Breslack zusammen fanden, ahnten sie wohl nicht, dass das die Geburtsstunde einer langlebigen Blaskapelle werden sollte. Bei beschwingter Musik kamen sie zur Feststellung: „Das können wir auch!“- und gründeten eine unter dem Namen „Breslacker Dorfmusik“ am 30.03.1973 eine Bläsergruppe. Zu den sechs Gründungsmitgliedern zählten Günther Helm ( Leiter)-Breslack, Reiner Göritz-Guben, Ullrich Göritz-Breslack, Günter Müller-Breslack, Manfred Schliebe-Coschen, Edmund Henze-Coschen, ca. 6 Monate später kam im Gründungsjahr 1973 zu den 6 „Gründern“ noch Ralf Schiller-Coschen als 7. Musiker hinzu.

Mit Unterstützung unter anderem der Musikschule in Eisenhüttenstadt entwickelten sich die Musiker zu einer Band, die nicht nur aus Breslack nicht mehr wegzudenken ist. Auch anderen Orts sind die Musiker gern gesehene Gäste. Wenn die „Breslacker Dorfmusik“ aufspielt sind jung und jünger auf dem Tanzpodium zu finden. Live-Musik statt Disco-Klänge aus der Konserve seit nunmehr 53 Jahren.

Soweit ein kurzer Rückblick in die Geschichte dieses traditionellen Musikfestes. Ralf Schiller und Edmund Henze als „Urgesteine“ sind noch dabei. Heute haben Chris Görlitz die Vereinsleitung und Lucas Schindler die musikalische Leitung inne. Unter ihrer Führung erfolgte nicht nur die Vorbereitung des 2026er Breslacker Blasmusikfestes sondern auch die gemeinsame Auswahl der einzelnen Musikblöcke, die hervorragend durch Moderator Armin Maaß verbunden wurden. Wie „treffsicher“ die Musik von Polka bis Walzer war zeigten die tanzfreudigen Paare, oft älteren Jahrgangs, auf der Tanzfläche. Die Freude an dieser Art Musik und Bewegung sowie am Leben schlechthin färbte auch auf das zuschauende Publikum ab, das kräftig mit klatschte und mitschunkelte. Im Wechsel mit den „Berstetaler Musikanten“ aus einem Gebiet zwischen Lübben und Golßen kommend, spielten die beiden Musikformationen zum „Wunschkonzert“ auf und trafen damit einzeln und zum Schluss als gemeinsames Blasorchester den Nerv des Breslacker Publikums. Dank der Klangfülle war die Musik auch am reichhaltig gedeckten Kuchenbuffet, am Eisenhüttenstädter Eiswagen mit kostenlosen Servietten, am Gubener Bücherstand und an den Biertischen außerhalb des Zeltes zu hören. Treffen mit Freunden und Bekannten gehörten neben Tanzbeinschwingen genauso dazu und natürliche Gespräche über die bevorstehenden Ereignisse in Breslack. Denn im Jahr 2028 soll der 700. Geburtstag des Ortes gefeiert werden. Kürzlich wurde dazu ein Vorbereitungsverein gegründet und eine Spendenbox aufgestellt, so dass alle Einwohner und deren Gäste zum Gelingen dieses Jubiläums beitragen können. Die Historie des Ortes ist dann aber eine Extrageschichte in Ihrer Tageszeitung und deshalb zurück zum Blasmusikfest.

Dieses endete nach einem beschwingten Nachmittag in den frühen Abendstunden, war ein Erfolg für die Bläser, aktiven Tänzer und Zuschauer und gingen doch an den Organisatoren um Chris Görlitz nicht ganz ohne Sorgenfalten ab. Diese wollen eventuell Überlegungen zu einer Neugestaltung des legendären Breslacker Blasmusikfestes anstellen.

Fotos: han

Eingetragen am 28.07.2026 um 17:52 Uhr.
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