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Eisenhüttenstadt (pm). Am 8. Dezember 2025 ging bei der Stadtverwaltung Eisenhüttenstadt ein anonymer Brief ein, der Hinweise zur aktuellen Situation des öffentlichen Personennahverkehrs in der Stadt gab.
In diesem Schreiben wird insbesondere auf die Auslastung der Buslinien zu Stoßzeiten aufmerksam gemacht. Nach Darstellung der Verfasserin bzw. des Verfassers komme es regelmäßig zu einer sehr hohen Fahrgastdichte, wodurch Fahrgäste teilweise nicht mehr zusteigen könnten. Als ein Schwerpunkt dieser Situation werden die Bushaltestellen im Bereich der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH) genannt, an denen zu bestimmten Zeiten viele Personen gleichzeitig die Busse nutzen. Dies führe nach Angaben des Schreibens zu einer angespannten Situationen innerhalb der Fahrzeuge. Weiterhin wird beschrieben, dass es in diesem Zusammenhang vereinzelt zu unangenehmen Vorfällen gekommen sei. Genannt werden unter anderem Fälle von als belästigend empfundenem Verhalten sowie einzelne Diebstähle. Diese Schilderungen werden im Schreiben als subjektive Wahrnehmungen dargestellt und nicht durch konkrete Einzelfälle oder Anzeigen belegt.
Das anonyme Schreiben verfolgt nach eigener Darstellung das Ziel, auf bestehende Probleme im Nahverkehr hinzuweisen und eine sachliche Auseinandersetzung mit der aktuellen Kapazitäts- und Sicherheitslage anzuregen.
Die Stadtverwaltung Eisenhüttenstadt hat den anonymen Brief zum Anlass genommen, die dort dargestellten Probleme an den Landkreis Oder- Spree als für den öffentlichen Personennahverkehr zuständige Behörde heranzutragen.
Dieser hat in seiner Stellungnahme ausgeführt: Der öffentliche Personennahverkehr unterliegt dem Prinzip eines diskriminierungsfreien Systems. Jeder Fahrgast wird unabhängig von Alter, Herkunft oder Religion befördert, sofern ein gültiger Fahrausweis gemäß den Tarifbestimmungen des Verkehrsverbundes vorliegt.
Grundlage für die Angebotsgestaltung im ÖPNV bildet der Nahverkehrsplan des Landkreises. Dieser wird derzeit neu aufgestellt. Im Rahmen der Erarbeitung wurde hierfür eine umfassende Analyse der Fahrgastströme, Auslastungen einzelner Linien und Haltestellen sowie weiterer verkehrlicher Kennzahlen durchgeführt. Der Beteiligungsentwurf soll im ersten Quartal 2026 in die finale Beteiligungsrunde gehen; ein Beschluss durch den Kreistag ist zur Jahresmitte vorgesehen. |