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EH /Fürstenberg/Oder (han). Etwas ratlos blickten Bertram Kahlisch und Bernd Schneider sowie die Osterhasen der veranstaltenden Bürgervereinigung Fürstenberg (BVFO) in Richtung Kanalbrücke und sagten mehr zu sich: „Na, das scheint ja in diesem Jahr nicht so richtig was zu werden“, denn nur kleine Gruppen Neugieriger kamen auf die Kanalspitze zum traditionellen und mittlerweile 25. Fürstenberger Osterfeuer an dieser Stelle. Während die Osterhasen der BVFO mit Nora Kunger, Angelika Zimmermann und Petra Henners mit den ersten Kindern Spaß beim Eierlaufen hatten, hellten sich bei den Organisatoren die Blicke auf. Denn aus Richtung Süden kam eine unüberschaubare Menschenmenge heran und man könnte fast mit den Worten aus Goethes Osterspaziergang sprechen, der da sagte: „..,Aus dem Druck von Giebeln und Dächern, Aus der Straßen quetschender Enge, Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht, Sind sie alle ans Licht gebracht.“ Das Licht wollten sie alle sehen, nämlich das des großen Osterfeuers, das nicht nur weithin sichtbar am Ufer des Oder-Spree-Kanals loderte sondern die Frühlingsbotschaft bis weit über die Oder sichtbar machte, was auch zahlreiche Neugierige auf dem anderen Oderufer anlockte. In lockerer Stimmung trafen sich Freunde, Bekannte und Verwandte bei Bier, Bratwurst und die Kleinen beim Knüppelkuchen an den Feuerschalen der Jugendfeuerwehr, während die Wächter des Feuers aus dem Einsatzzug nicht nur zwischendurch mal ausrücken mussten sondern dann mit Feuerpatschen und anderen Löschmitteln dafür sorgten, dass der starke Wind das Feuer nicht ausbreitete. Ein relativ milder Abend lud zum Verweilen, Genießen und Treffen bei dezenten Discoklängen ein. Blicke auf die nächtliche „Waterkant“ von Eisenhüttenstadt entschädigten für den Fußmarsch bis zur Mündung des Oder-Spree-Kanales in die Oder.
Fotos: han |