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LOS - Coronavirus-Infektionen nehmen auch in Oder-Spree wieder deutlich zu

LOS (pm). Während im Alltag vieler Menschen die Coronavirus-Infektionen kaum noch präsent sind, vermitteln die Fallzahlen auch im Landkreis Oder-Spree ein eher beunruhigendes Bild. In den vergangenen Tagen wurden teils mehr als 200 Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus binnen 24 Stunden registriert. Am Freitag sind 159 Fälle neu in die Statistik eingeflossen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Oder-Spree hat sich im Monatsverlauf mehr als verdreifacht, von 150,0 am 1. Juni 2022 auf 464,6 am 1. Juli 2022. Der Wert für Brandenburg liegt bei 451,0.

Damit zeichnet sich eine gänzlich andere Entwicklung als vor einem Jahr ab, als im Sommer nur wenige Neuinfektionen auftraten und die Inzidenz im Landkreis Oder-Spree auf einstellige Werte gesunken war (1. Juli 2021 Inzidenz von 7,3). Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefährdung durch Covid-19 für die Gesundheit der Bevölkerung in seinem am Donnerstag (30. Juni 2022) veröffentlichten Wochenbericht insgesamt als hoch ein. Aus den Daten des Instituts geht hervor, dass mit gegenwärtig über 99 Prozent die Omikron-Variante weiter dominant ist. Wie das RKI bilanziert, sei allein durch die starke Zunahme der Infektionsfälle aktuell auch eine entsprechend höhere Zahl schwerer Verläufe von Covid-19- Erkrankungen zu beobachten. Dies zeige sich in einer steigenden Anzahl an Hospitalisierungen. Das belegen auch Daten aus dem Land Brandenburg. Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz überschreitet seit dem 22. Juni den bei 3,00 liegenden ersten Schwellenwert und ist bis zum 1. Juli auf 5,53 gestiegen. Aktuell werden nach einer Übersicht des Brandenburger Gesundheitsministeriums 302 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich 24 in intensivmedizinischer Behandlung. In Krankenhäusern im Landkreis Oder-Spree werden laut Intensivregister zwei Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt.

Der Impfung attestiert das Robert Koch-Institut weiterhin eine hohe Schutzwirkung vor schweren Verläufen und rät insbesondere Risikogruppen und hochaltrigen Menschen ab 70 Jahren zu der von der Ständigen Impfkommission empfohlenen 2. Auffrischimpfung. Sollten Symptome einer Atemwegserkrankung (Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen) auftreten, ist es dringend angeraten, Kontakte zu meiden und bei Bedarf einen Hausarzt zu konsultieren.

Eingetragen am 01.07.2022 um 17:51 Uhr.
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