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Politik:

Frauke Petry: Viel Wind um nichts – vor allem ohne Speicher

Leipzig, 03.06.2020. Die Bundesregierung hat neue Langfristziele für den Ausbau von Windkraftanlagen auf See festgeschrieben. Wirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) verkündete die Einigung nach der heutigen Kabinettssitzung. Demnach soll „im Jahr 2040 die installierte Leistung von Offshore-Anlagen 40 Gigawatt erreichen“. Laut Bundesregierung liege in Deutschland der Anteil von Strom aus Sonne, Wind und Wasser aktuell bei rund 43 Prozent. Die Bundesregierung will diesen bis 2030 auf 65 Prozent ausbauen.“

Frauke Petry, Mitglied des Deutschen Bundestages dazu:
„Die Bundesregierung klimaschützt weiter wild drauflos. Zwar ist von ‚geplantem‘ Ausbau die Rede und von nun ‚gegebener Planungssicherheit‘ für allerlei Mitspieler – von den Landesregierungen im Norden bis hin zu diversen profitierenden Unternehmen. Bezogen auf den energieabhängigen Wirtschaftsstandort Deutschland kann man aber mit Fug und Recht von planlosem Vorgehen sprechen.

Denn was in allen Verlautbarungen vollkommen fehlt, übrigens erschütternder Weise auch in den Nachfragen der Journalisten auf der heutigen Bundespressekonferenz, ist irgendeine, auch nur klitzekleine Aussage zur notwendigen Speicherung dieses auf dem Meer produzierten Stroms. Mag der Wind vor der Küste, wie heute wieder hinlänglich betont, weitaus stetiger wehen als auf dem Festland – Flauten gibt es auch auf dem Wasser. Und dann?

Hoffnungsvolle Frohnaturen werden jetzt auf Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) verweisen, die Deutschland ‚zum Weltmeister [darunter geht’s mal wieder nicht] auf dem Gebiet des Grünen Wasserstoffs' machen will. Sobald die dazugehörige Strategie beschlossen sei, so ließ sie jüngst verlauten, ‚starte das Forschungsministerium einen Förderaufruf für eine Ideen-Börse‘.

Dass Strom aus Offshore-Windkraftanlagen in ‚Ideen-Börsen‘ gespeichert werden kann, ist neu und dürfte selbst vorgenannten Frohnaturen das Lächeln einfrieren lassen. Wenn in einem der kommenden Winter in Folge dieser katastrophalen Energiepolitik, Stichwort ‚Dunkelflaute‘, das Licht ausgeht, dann friert ohnehin noch einiges mehr ein. Die Chance dafür wächst mit jedem gesprengten Kernkraftwerk und jedem zusätzlichen Windrad. Dann ist es allerdings bereits zu spät. Wen die Corona-Krise nicht in Panik versetzt hat – diese Regierungstruppe schafft es spielend.“

Hintergrund:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/windenergie-auf-see-1757176

https://www.presseportal.de/pm/2790/4603513

Foto: eb

Eingetragen am 04.06.2020 um 18:29 Uhr.
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