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Schönste Streuobstwiese im Land Brandenburg




Ragower Mühle (han). „Wir haben eine ganze Weile gesucht, ehe wir dieses Gelände gefunden und es für ideal empfunden haben“, meinte der Vorsitzende des „Aktionsbündnisses Klima- und Umweltschutz“ aus Müllrose beim Blick über das weitläufige Areal nahe der Ragower Mühle und direkt am Schlaubewanderweg gelegen. „Hier soll unsere Streuobstwiese entstehen und wir konnten Baldur Börner überzeugen, uns das Nutzungsrecht zu überlassen“, erzählte Jürgen Fritzsche beim Rückweg in die Scheune weiter, denn da wollten sich am Samstag Vereinsmitglieder und Helfer treffen, um eine Streuobstwiese anzulegen. Die Wiese indessen war schon mit Pflanzlöchern, Unter- und Oberboden vorbereitet und diverse Obstgehölze zogen Wasser aus der Schlaube.
Was ist eine Streuobstwiese eigentlich? Auch darüber gab es in der nachfolgenden Einführung in einer Computerpräsentation Antworten: „Streuobstwiesen sind ein altes Kulturgut und waren bis vor Jahren noch an fast jedem Dorfrand zu finden. Die Früchte der meist hochstämmigen Bäume konnten von jedermann geerntet werden. Außerdem ist ein Tummelplatz für Artenvielfalt und wir haben uns ja mit unseren Themen Klima, Umwelt und Natur genau diesem Anliegen verschrieben“, leitete Jürgen Fritzsche den Nachmittag an der Ragower Mühle ein. Natürlich hörte auch Baldur Börner sehr aufmerksam zu, was da so entstehen sollte. „Für mich war das eigentlich ein kurzfristige Entscheidung nachdem ich hörte, was der Verein vor hat und in Müllrose nichts gefunden hat. Hier bietet sich das richtig gut an und passt auch in unser Konzept. So war die Sache in fünf Minuten klar“, sagte er schmunzelnd.
Im weiteren Vortrag ging es ums „Eingemachte“, denn Bäume pflanzen ist eine Wissenschaft für sich, wie sich herausstellte. „Da müssen Wurzeln und Kronen beschnitten werden. Die Bäume werden Nackt, also ohne Wurzelballen, eingepflanzt und das sind einige Vorbereitungen notwendig“, so Floristenmeisterin Liselotte Schulz, die auch das notwendige Werkszeug dabei hatte. Nach einer knappen halben Stunde theoretischer Erläuterungen ging es auf die Wiese und zu den 20 Bäumen mit den klangvollen Namen „Roter Boskoop“, „Jacob Fischer“, „Kaiser Wilhelm“ bei den Apfelsorten, „Gute Luise“, „Patosrenbirne“ oder „Charneu“ bei den Birnen, „Schneiders später Knorpel“ oder „Große Prinzessin“ bei den Kirschen und „Nancy Mirabelle“, „The Czar“ und andere bei den Pflaumenbäumen. Die Bäume waren beschriftet und auch die vorbereiteten Pflanzlöcher. Die übereifrigen hatten das mit dem beschneiden der Wurzeln und des Oberholzes schon wieder vergessen, so dass Liselotte Schulz abwinkte und mit ihrem Mann Siegfried zu denen ging, die noch gewartet hatten. Und so entstand im Baumabstand von rund zehn Metern und einer Reihenweite von zirka 12,50 Metern eine wohl für hiesige Regionen einmalige Streuobstwiese. Im Endeffekt sollen 25 Bäume dort in ein paar Jahren Obst tragen, das von Jedermann geerntet werden kann. Eingezäunt werden soll das Terrain nicht. Mit helfender Hand dabei waren übrigens auch die Mitglieder des Feuerwehrfördervereines aus Schernsdorf, die schon oft rund um die Mühle tätig waren. Doch auch bei den anderen Helfern bedankte sich Vereinsvorsitzender Jürgen Fritzsche für die Unterstützung. „Es ist eine erste Aktion unseres Aktionsbündnisses und wir haben für die Zukunft noch viele Ideen. Hier jedenfalls und davon bin ich überzeugt, entsteht die schönste Streuobstwiese Brandenburgs.“ Übrigens sehen die zwölf Vereinsmitglieder nicht nur Müllrose als ihr Interessengebiet sondern die gesamte Schlauberegion über den Naturpark hinaus. Selbstredend wird mit der Naturparkverwaltung und dem dortigen Förderverein eine enge Zusammenarbeit angestrebt. Leider hatte sich beim Anlegen der Streuobstwiese aber niemand sehen lassen. Das bedauerten sowohl Baldur Börner, als auch Jürgen Fritzsche. Nach getaner Arbeit mit dem Setzen der Stützpfähle, des Anbringens des Verbißschutzes und dem Angießen wurde noch eine bunt bebilderte Erinnerungstafel enthüllt, auf der Geschichtliches zu den Streuobstwiesen sondern auch über die heimische Fauna und Flora nachzulesen ist.

Fotos: han

Eingetragen am 26.10.2020 um 04:53 Uhr.
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