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Kultur:
Rock, Pop, Partyklänge von echten Zöllnern





Eisenhüttenstadt (han). Wer zu Konzerten ins Feuerwehrmuseum in Eisenhüttenstadt geht ist in der Vergangenheit eingefleischter Dixielandfan gewesen oder zumindest ein Liebhaber dieses Musikgenres. Am Frauentagsabend sollte alles anders sein.
Erstmals gab es an diesem Tag ein Konzert an diesem außergewöhnlichen Veranstaltungsort. Schon das einzigartige Ambiente und die nur hier zu findende Akustik und Konzertkultur machen Musikabende im Feuerwehrmuseum einzigartig genauso wie das Konzert der Zollcombo aus Berlin. Die Künstlerinnen und Künstler sind Mitglieder der Zollkapelle Berlin, die seit 65 Jahren existiert und sind betreiben das Musizieren als Hobby. Denn sie gehen ganz normal ihrem Dienst in den Dienststellen nach und werden für musikalische Auftritte frei gestellt. „Wir sind schwer beeindruckt von dieser Location und haben gehört, dass auch das Publikum hier etwas ganz Besonderes ist“, meinte Combochef Andrè Döbel kurz vor dem Konzertbeginn. Die gut gefüllten Plätze hatte er aus den Augenwinkeln wahr genommen. „Das ist für einen Künstler schon mal ein positives Zeichen. Wir freuen uns auf den heutigen Abend und sind gespannt, wie das Publikum reagiert“, sinnierte er laut und gab fast gleichzeitig das Zeichen für den Konzertbeginn. Und das Publikum reagierte. Bei einschlägigen Melodien mit Hits aus Pop, Rock und Partymusik entwickelte sich so doch eine echte Frauentagsparty mit der richtiger Stimmung. Das Tanzbein juckt nicht nur bei Michael Arthur Lehmann und Sabine Wieder – dem ersten Tanzpaar, sondern auch bei vielen anderen.
Eine Premiere war es auch in anderer Hinsicht. Die Idee des Frauentagskonzertes hatten die drei Damen aus dem Museum. Maria Wundersee, Lydika Kockzius und Jutta zur Nieden fragten sich: „Warum gibt es nur am Männertag Konzerte im Feuerwehrmuseum?“, und wollten so einen musikalischen Genuß auch am Frauentag. Nach Rücksprache mit den Vorsitzenden der Museumsvereine Enrico Hartrampf (Feuerwehrmuseum) und Dr. Herbert Nicolaus (Städtisches Museum) sowie Hartmut Preuß wurde das Konzert organisiert. Für Enrico Hartrampf in doppelter Hinsicht ein Erfolg. Neben einem „ausverkauften“ Haus, konnte er als Vertreter der Gebäudewirtschaft und damit Eigentümer des Hauses auch den neuen Sanitärtrakt mit neuen und behindertengerechten Toiletten, Küche und Verkaufsraum öffentlich übergeben. „Damit hat das Museum ganz entscheidend an Attraktivität gewonnen“, ist er sich sicher. Und nicht zuletzt war es der letzte offizielle Auftritt von Hartmut Preuß als Museumschef, der ab 1. April das Zepter übergibt und in seinen wohlverdienten Ruhestand geht.

Fotos: han

Eingetragen am 11.03.2019 um 04:55 Uhr.
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