
|
Überblick zum Geschäftsjahr 2011
Die Sparkasse Oder-Spree blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2011 mit soliden betriebswirtschaftlichen Ergebnissen zurück.
Die Marktstellung im Landkreis Oder-Spree und der Stadt Frankfurt (Oder) ist stabil und wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter gefestigt. Die Sparkasse Oder-Spree ist unangefochtener Marktführer in der Region.
Das Vertrauen der Kunden in unser Haus ist ungebrochen, was sich u. a. auch in allen betriebswirtschaftlichen Positionen zeigt. Die Ergebnisse des Jahres 2011 belegen, dass die Sparkasse Oder-Spree als verlässlicher Partner in allen Geldangelegenheiten gesehen wird.
Der Vorstand bedankt sich ausdrücklich bei allen Kunden und Geschäftspartnern für die gute und konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Die betriebswirtschaftliche Stärke der Sparkasse wäre ohne das Vertrauen unserer Kunden nicht möglich.
Das Geschäftsmodell der Sparkassen ist nach wie vor das Erfolgreichste in Deutschland. Die Sicherheit der Einlagen ist auch weiterhin durch den Haftungsverbund der Sparkassenorganisation in voller Höhe gegeben.
Die Sparkasse Oder-Spree im Verbund der Sparkassen-Finanzgruppe
Die Sparkasse Oder-Spree ist Mitglied des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), dem 46 Sparkassen der Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt angehören.
Die Verbundpartner der Sparkasse Oder-Spree sind u. a. die Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherung Aktiengesellschaft, die Öffentliche Lebensversicherung Berlin Brandenburg Aktiengesellschaft, die DekaBank Deutsche Girozentrale, die LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG, die LBS Immobilien GmbH, die S-Broker AG & Co. KG, die Deutsche Leasing AG sowie die Pluscard Servicegesellschaft für Kreditkartenprocessing GmbH für die Kreditkarten MASTERCARD und VISA.
Die Zusammenarbeit zwischen den Sparkassen und Ihren Verbundpartnern in der Sparkassen-Finanzgruppe hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr bewährt und steht für die Solidität der Sparkassenarbeit insgesamt.
Unter den elf Sparkassen des Landes Brandenburg ist die Sparkasse Oder-Spree, gemessen an ihrer Bilanzsumme, das drittgrößte Institut.
Bilanz der Sparkasse Oder-Spree
Zum 31. Dezember 2011 belief sich die Durchschnittsbilanzsumme auf 2,290 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von 2,41 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Kundeneinlagen betragen 1,926 Mrd. Euro, das sind 2,54 % mehr als im vergangenen Jahr (Zuwachs um 47,7 Mio. Euro). Mit einem Anteil von 84,1 % machen die Kundeneinlagen den überwiegenden Anteil der Passivseite aus. Das Wachstum resultiert im Wesentlichen aus dem Zuwachs der Spareinlagen und der täglich fälligen Gelder.
Das Kundenkreditvolumen reduzierte sich im vergangenen Jahr durch verstärkte Tilgungen auf 720 Mio. Euro. Die Kundenkredite nehmen einen Anteil von rund 31,4 % an der Aktivseite der Bilanz ein. Den weitaus größten Anteil machen die Eigenanlagen (Wertpapiere und Forderungen gegenüber anderen Kreditinstituten) mit 66,32 % aus.
Rentabilität
Die Sparkasse Oder-Spree hält an ihrer Geschäftsphilosophie, die nicht vordergründig auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, fest. Die erreichten Ergebnisse dienen vorrangig der Erfüllung unseres öffentlichen Auftrages und der weiteren eigenkapitalmäßigen Stärkung des Hauses.
Der im Jahr 2011 erzielte Zinsertrag lag bei 85,8 Mio. Euro und bewegt sich damit auf Vorjahresniveau. Der Zinsaufwand blieb mit 30,0 Mio. Euro geringfügig unter den Erwartungen und verringerte damit den Aufwand für die Sparkasse insgesamt. Zusätzlich wurde ein Zinsergebnis aus Derivaten in Höhe von 1,8 Mio. Euro erzielt. Daraus ergab sich für das Jahr 2011 ein Zinsüberschuss (Differenz zwischen Zinsertrag und Zinsaufwand) in Höhe von rund 57,6 Mio. Euro, der über dem Wert des Vorjahres von 57,2 Mio. Euro liegt. Der ordentliche Ertrag wird überwiegend aus dem Provisionsgeschäft gespeist. Hier wurden mit 14,4 Mio. Euro allerdings 1 Mio. Euro weniger als im Vorjahr erzielt. (2010:15,4 Mio. Euro).
Mit einem Verwaltungsaufwand von 43,5 Mio. Euro liegt die Sparkasse unter dem Wert des Vorjahres in Höhe von 44,9 Mio. Euro. Besonders der Sach- und der Personalaufwand haben einen entscheidenden Einfluss auf die betriebswirtschaftliche Entwicklung. Im vergangenen Jahr lagen die Kosten für den Personalaufwand zwar über, die des Sachaufwandes jedoch unter den Planwerten.
Eine zentrale Kennzahl für die betriebswirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist das Verhältnis von Aufwand und Ertrag, die sog. „Cost-Income-Ratio (CIR)“. Damit wird zum Ausdruck gebracht, wie viel Cent notwendig sind, um einen Euro Ertrag zu generieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 erzielte die Sparkasse einen Wert von 60,32 Cent für einen Euro Ertrag. Die leichte Verringerung zum Vorjahr (2010: 61,47) ist auf die Reduzierung des Gesamtaufwandes im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich verbessert und liegt über dem Wert des Vorjahres. Es unterstreicht den positiven Trend der Geschäftsentwicklung.
Der Bewertungsbedarf im Kredit- und Wertpapiergeschäft war im Jahr 2011 erfreulicherweise niedriger als ursprüngliche geplant. Insofern standen uns umfangreiche Mittel zur Stärkung unserer Eigenkapitalbasis und der Reserven zur Verfügung.
Daneben haben wir zur Konsolidierung der Landesbank Berlin, die seit 2007 zur Sparkassenorganisation (DSGV) gehört, eine erhebliche Summe zurückgestellt, die unser Ergebnis reduziert.
Trotz allem haben wir aber noch ein Bilanzergebnis von 2,6 Mio. Euro, meine Damen und Herren.
Ergänzend merke ich an, dass wir unsere Finanzanlagen nach dem sogenannten strengen Niederstwertprinzip bewertet und Steuern in Höhe von 5,5 Mio. Euro (Körperschafts- und Gewerbesteuer gezahlt haben.
Vor diesem Hintergrund sprechen wir von einer bemerkenswerten Wertschöpfung.
Zudem zahlte die Sparkasse Steuern, dazu zählen die Körperschafts- und die Gewerbesteuer, in nicht unbeträchtlicher Höhe.
Ich komme nun zum Dienstleistungsgeschäft der Sparkasse.
Im Geschäftsgebiet der Sparkasse Oder-Spree stehen den Kunden
27 Geschäftsstellen, 12 Selbstbedienungseinrichtungen, 60 Geldausgabeautomaten, davon 8 mit zusätzlicher Einzahlfunktion, 20 Überweisungsterminals und 10 Münzeinzahlgeräte
zur Verfügung.
Wer bietet in der Region auch nur annähernd etwas ähnliches ?
Änderungen wurden im vergangenen Jahr nicht vorgenommen. Nach wie vor halten wir das dichteste und effizienteste Netz an Serviceleistungen aller Anbieter in der Region vor.
Die Möglichkeit der Zahlung über ein „ec-cash-Terminal“ bieten inzwischen 910 (Vorjahr 860) Geschäftskunden der Sparkasse ihrer Kundschaft an.
Internetfiliale
Das Online-Banking gewinnt weiter an Bedeutung. 2011 nutzten diese Möglichkeit aktiv 36.500 Kunden, was einem Zuwachs von 4000 Kunden entspricht. Damit hält der ansteigende Trend unvermindert an.
Rund 3 Mio. Transaktionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr registriert. Über die Internet-Filiale unter www.s-os.de wurden
• 1.148.000 Überweisungen • rund 34.450 Prepaid-Karten-Aufladungen • rund 109.000 elektronische Kontoauszüge abgerufen und • ca. 9.500 Europa- bzw. SEPA-Überweisungen getätigt.
Zum 1.September 2011 wurde die iTAN-Liste als Sicherungsmittel für Online-Banking-Kunden unseres Hauses endgültig abgeschaltet. Über die neuen Sicherungsverfahren haben wir alle Kunden umfassend informiert und beraten. Von den 36.500 Online-Banking-Teilnehmern nutzen 70% das smsTAN-Verfahren, 20% das chipTAN-Verfahren mit TAN-Generator und 5% nutzen Online-Banking mittels HBCI-Chipkarte.
Die Homepage der Sparkasse Oder-Spree registrierte im abgelaufenen Geschäftsjahr über 3,7 Millionen Besuche.
------------------------------------------------------------------------------------- Aktivgeschäft der Sparkasse
Firmenkunden
Der Bestand ausgereichter Kredite an Unternehmen und an wirtschaftlich selbstständige Personen belief sich im Jahr 2011 auf 258,3 Mio. Euro. Darüber hinaus wurden 75,1 Mio. Euro an Förderdarlehen (sog. Weiterleitungsmittel), die im Obligo der Sparkasse an unsere Kunden ausgereicht wurden, von der Sparkasse verwaltet. Das Darlehensneugeschäft im gewerblichen und kommunalen Bereich betrug im Jahr 2011 rund 86 Mio. €.
Nach den hervorragenden Jahren 2009 und 2010 ist das Förderkreditgeschäft auf den Stand normal guter Geschäftsjahre zurückgegangen. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 34 Anträge von Firmenkunden in Höhe von 3.148,6 TEUR zur Übernahme einer Finanzierung bei öffentlichen Förderinstituten gestellt. Davon konnten bislang 31 Darlehen in Höhe von 2.730,2 TEUR zugesagt werden.
Dabei vollzog sich im Jahre 2011 gegenüber den letzten beiden Jahren im Förderkreditgeschäft eine Strukturänderung zugunsten der gewerblichen Darlehen. Während in der Vergangenheit rund die Hälfte der Fördermitteldarlehen aus wohnwirtschaftlichen Programmen ausgereicht wurde, waren es im Jahr 2011 nur noch knapp 15 %. 85 % der Anträge bezogen sich dafür auf ausschließlich gewerbliche Finanzierungen, überwiegend wurde das Programm KfW-Gründerkredit-Startgeld zur Begleitung einer Existenzgründung beantragt.
Im Jahr 2011 wurden 36 Existenzgründer durch unser Haus begleitet, dies sind zwei weniger als im Vorjahr. Der gesamte zu finanzierende Investitionsbedarf belief sich auf insgesamt 3.422,0 TEUR, wovon 2.151,0 TEUR die Sparkasse Oder-Spree zur Verfügung stellte. Mit den bewilligten Mitteln konnten somit 27 Neugründungen und 9 Firmenübernahmen finanziert werden.
Weiterhin bewährt hat sich die Arbeit der Abteilung „Spezialkredite“, die vor 13 Jahren aufgebaut wurde und sich in den Folgejahren zielgerichtet weiterentwickelte. In ihr werden Unternehmen, die sich in einer Krise befinden, intensiv betreut. Dabei werden Chancen einer erfolgreichen Sanierung kompetent geprüft und auch wahrgenommen. Vor allem in Krisenzeiten kommt dieser Strategie eine besondere Bedeutung zu. Wir verstehen dieses Vorgehen als Bestandteil unseres öffentlichen Auftrages und stellen dafür erhebliche Kapazitäten zur Verfügung. Aktuell trifft das auf 98 Kreditnehmer (Vorjahr 98) mit einem Kreditvolumen von rund 64 Mio. Euro (Vorjahr 66 Mio. Euro) zu.
-------------------------------------------------------------------------------------
Deutsch-Polnisches Kooperationsbüro der Sparkassen
Mit Blick auf die geografische Nachbarschaft unseres Geschäftsgebietes zu Polen ist es ein natürliches Anliegen unserer Sparkasse, die wirtschaftlichen Kontakte zu polnischen Unternehmen in besonderer Weise zu fördern.
Seit nunmehr über zehn Jahren ist das Deutsch-Polnische Kooperationsbüro der „Grenzlandsparkassen zu Polen“ mit Sitz in Frankfurt (Oder) tätig. Im vergangenen Jahr wurden wiederum über 700 Anfragen von Unternehmen und Institutionen bearbeitet. Im Mittelpunkt stehen zunehmend auch Anliegen polnischer Unternehmer, die den Standort Ostbrandenburg für den Markteintritt in Deutschland nutzen. Zu den Partnern in Polen zählen die Banken PKO BP S.A. und PBP S.A. sowie das Leasingunternehmen Deutsche Leasing Polska S.A.
Das im Jahr 2009 aufgelegte Projekt „Business-Netz Brandenburg/Polen“ als Gemeinschaftsvorhaben des Brandenburger Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE) und des Deutsch-Polnischen Kooperationsbüros der Sparkassen konnte auch in 2011 alle Projekt- und Evaluierungsziele erfüllen. Über das Warschauer Büro wurden Kooperationsbeziehungen zu über 170 polnischen Institutionen und Wirtschaftsfördereinrichtungen hergestellt. Es wurde ein Potential von knapp 400 Unternehmen ermittelt, die sich in Brandenburg eine Investition in den nächsten Jahren vorstellen könnten. Es wurden zahlreiche dezentrale Veranstaltungen mit Unternehmern in Polen durchgeführt und einzelne Unternehmen individuell in ihren Ansiedlungsaktivitäten betreut. Durch diese Aktivitäten wurde auch ein nennenswerter Beitrag zum Imagewandel des Landes Brandenburg in Polen geleistet.
Die hohe Akzeptanz des Business-Netzes Brandenburg/Polen und der gesamten Sparkassen-Finanzgruppe hat die Gründung des Business-Clubs Deutschland/Polen wesentlich befördert. Am 2. Dezember 2011 wurde der Club von deutschen und polnischen Unternehmern auf Initiative des Deutsch-Polnischen Kooperationsbüros gegründet. Die Geschäftsführung wird durch das Kooperationsbüro gesichert. Gegenwärtig sind wir mit dem Brandenburgischen Wirtschaftsministerium im Gespräch, wie dieses Gesamtprojekt vor dem Hintergrund knapper Kassen weiterentwickelt werden kann. -------------------------------------------------------------------------------------
Passivseite
Die Geldeinlagen unserer Privatkunden (Verbindlichkeiten gegenüber Kunden) beliefen sich Ende des Jahres 2011 auf 1,93 Mrd. Euro und bewegen sich damit über dem Vorjahresniveau (rund 1,88 Mrd. Euro). Getragen wird diese Steigerung von rund 47,7 Mio. Euro durch die Bestandsausweitung bei den höherverzinslichen Spareinlagen und den täglich fälligen Einlagen. Diese erreichten ein Volumen von rund 1.011,9 Mio. Euro bzw. rund 775,7 Mio. Euro. Der positive Trend der vergangenen Jahre setzt sich damit fort.
Unsere Kunden halten grundsätzlich die für sie notwendige Liquidität vor, um zinsgünstige Angebote in Anspruch zu nehmen. So stiegen dann auch die Spareinlagen im Jahr 2011 um rund 35,3 Mio. Euro und bewegten sich mit insgesamt 1.011,9 Mio. Euro auf dem bereits hohen Niveau des Vorjahres. Deutlich im Vergleich zum Vorjahr sind auch die täglich fälligen Kundeneinlagen auf 775,7 Mio. Euro angewachsen (2010: 751,4 Mio. Euro). Die Termingeldeinlagen haben sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr um 20,1 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR erhöht.
Kreditgeschäft der Privatkunden
An Kunden unseres Hauses wurden Sparkassenprivatkredite in einer Größenordnung von rund 13,2 Mio. Euro (2010: 16,25 Mio. Euro) ausgereicht. Die SparkassenCard PLUS, als besondere Finanzierungsform für Privatkunden, nutzten im Jahr 2011 824 Kunden mit einer Innanspruchnahme von insgesamt rund 2,87 Mio. Euro.
Das im Jahr 2011 erreichte Volumen an Kreditneuzusagen im privaten Baufinanzierungsgeschäft lag bei 23,84 Mio. Euro. Damit konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr an die Ergebnisse des Jahres 2010 angeknüpft werden. Mit Blick auf die seit Jahren sinkende Neubauzahl ist das Finanzierungsgeschäft Ausdruck des Vertrauens unserer Kunden in ihre Sparkasse.
Der Bestand der für den privaten Wohnungsbau zur Verfügung gestellten Mittel belief sich zum 31. Dezember 2011 auf rund 205,4 Mio. Euro. Dieses Ergebnis liegt unter dem Wert des Vorjahres und ist auf den Wunsch unserer Kunden nach Entschuldung, auch vor dem Hintergrund des niedrigen aktuellen Zinsniveaus, zurückzuführen.
Insgesamt wurden im Kundenkreditgeschäft 91,9 Mio. Euro eigene Mittel und 10,5 Mio. Euro fremde Mittel (Weiterleitungsdarlehen) bereitgestellt.
Verbundgeschäft
Insgesamt konnten 52 Immobilien (2010: 57) mit einem Kaufpreisvolumen von rund 5,52 Mio. EUR (2010: 5,26 Mio. EUR) im abgelaufenen Geschäftsjahr vermittelt werden. Das Geschäftsmodell - unsere Kunden im Rahmen eines gesamtheitlichen Betreuungsansatzes auch beim Immobilienerwerb und -verkauf zu begleiten - hat sich damit bewährt.
Der Immobilienservice der Sparkasse Oder-Spree war im Jahr 2011 nicht nur auf Baumessen, beispielsweise in Erkner oder Frankfurt (Oder), in unseren Geschäftsstellen, bei unseren Kunden zu Hause oder im Internet präsent. Auch auf Informationsveranstaltungen, zum Beispiel in Beeskow, konnte man sich zu diversen Themen rund um die Immobilie von fachkundigen Referenten informieren lassen. Die Sparkasse bot diesen Service allen Interessenten kostenfrei an. Das Informations- und Veranstaltungsangebot wird im Jahr 2012 beibehalten. So werden wir Veranstaltungen zum altersgerechten Umbau der Wohnimmobilie anbieten und auch unser Serviceangebot in der Geschäftsstelle für die Baufinanzierung erweitern.
Wie auch bereits im Jahr 2010 erwies sich das Riesterbausparen als erfolgreich, wenngleich weniger Neuverträge als im Vorjahr geschlossen wurden, was sich auf die üblicherweise besonders hohe Nachfrage nach Neueinführung zurückführen lässt. Der Abschluss von 527 Riesterbausparverträgen (Vorjahr: 609) mit einem Gesamtvolumen von 13,83 Mio. Euro (Vorjahr: 16,00 Mio. Euro) unterstreicht den Bedarf nach solider Altersvorsorge und den guten Beratungsservice der Sparkasse Oder-Spree. Der Anteil der Riesterbausparverträge am gesamten Bauspargeschäft beträgt 20,12 %. Ein weiterer Beleg dafür ist die Entwicklung anderer Produkte mit Riesterförderung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich 1.575 Kunden für den Abschluss eines Riester-Vertrages entschieden. Als besonders erfolgreich erwies sich dabei die Deka-BonusRente. Der Abschluss dieser Riester-Verträge unterstreicht den Bedarf unserer Kunden nach solider Altersvorsorge und den hervorragenden Beratungsservice der Sparkasse Oder-Spree.
2011 wurden insgesamt 3.340 Bausparverträge (Vorjahr: 3.496) mit einer Gesamtbausparsumme von rund 68,75 Mio. EUR (Vorjahr: 77,0 Mio. EUR) abgeschlossen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 wurden 1.801 Lebens- und Rentenversicherungsverträge abgeschlossen (2010: 1.685 Verträge). Die mit diesen Verträgen erzielte Beitragssumme beläuft sich auf rund 18,88 Mio. € (Vorjahr 14,49 Mio. €). Es ist zu erkennen, dass das Bewusstsein zur privaten Vorsorge keinesfalls nachgelassen hat. Bei vielen Kunden steht vor allem die Sicherheit der Altersvorsorge wieder hoch im Kurs.
Im Bereich der Sachversicherungen zeigte sich, dass mit 4.678 Verträgen das Vorjahresniveau (5.484 Verträge) nicht erreicht werden konnte. Das Beitragsvolumen belief sich auf insgesamt rund 1.776 TEUR und liegt damit um rund 286 T€ unter dem Vorjahresniveau.
Die Entwicklung des Kundenwertpapiergeschäftes der Sparkasse Oder-Spree ist im Zuge der steigenden Anforderungen rechtlicher Anlegerschutzbestimmungen erfreulich. Der Kundenwertpapierbestand belief sich zum Jahresende 2011 auf ein Volumen von 312,7 Mio. Euro.
Die Sparkasse, stark in der Region
Im Geschäftsjahr 2011 wurden zahlreiche Initiativen ergriffen bzw. Veranstaltungen durchgeführt. Beispielhaft steht die Vortragsveranstaltung im Rahmen der durchgeführten Firmenkunden-Akademie für mittelständische Unternehmer, welche erneut auf reges Interesse stieß.
Die enge Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg und der IHK Ostbrandenburg wurde vor allem mit den Themen: „Existenzgründung“ und „Unternehmensnachfolge“ fortgesetzt. Die Sparkasse steht im Rahmen der Vereinbarungen mit der Handwerkskammer und der IHK zur beschleunigten Bearbeitung von Kreditanträgen der regionalen Kammermitglieder weiterhin mit ihrem vollen Leistungsumfang zur Verfügung.
Wir unterhalten enge Partnerschaften zu den Kommunen in unserem Geschäftsgebiet und sind traditionell deren Hausbank.
Die Sparkasse beteiligt sich an der Initiative „ExistenzGründerPartner-ODERLAND“ und fördert das durch die Europa-Universität Viadrina initiierte Projekt „Centre for Entrepreneurship“.
Durch die Mitgliedschaft im „Hanse Club Wirtschaft für Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt e. V.“ fördern wir dessen Aktivitäten nicht nur finanziell, sondern auch durch persönliche Mitarbeit.
Die Beteiligungen an der „BIC Business and Innovation Centre GmbH“, der “OWF Ostbrandenburgische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH“ bzw. dem „Investor Center Ostbrandenburg versteht die Sparkasse als wirtschaftsfördernde Maßnahmen für ihre Region.
Die Sparkasse nahm im Jahr 2011 an der Regionalmesse „Bauen+Energie 2011“ in Frankfurt (Oder) teil und förderte Initiativen des „Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree e. V.“ im Rahmen eines Sponsorvertrages, der gemeinsam mit der Nachbarsparkasse MOL abgeschlossen wurde. -------------------------------------------------------------------------------------
Sparkasse Oder-Spree, ein bedeutender Arbeitgeber
Bei der Sparkasse Oder-Spree waren am 31.12.2011 486 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus befanden sich 37 junge Menschen in der Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau. Damit lag unsere Ausbildungsquote bei guten 7,6 %.
433 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. 89,1 % unserer Beschäftigten verfügen über eine bankspezifische Ausbildung. Dieser hohe Anteil und die Ausbildungsquote der Sparkasse zeigen, wie wichtig uns ein hohes Ausbildungs- und Qualifikationsniveau ist.
In 2011 wurden insgesamt über 300 TEUR für Weiterbildungsmaßnahmen bereitgestellt.
------------------------------------------------------------------------------------- Nutzenstiftung – „Gut für die Region“
Die Sparkasse Oder-Spree bringt durch ihre wirtschaftliche Tätigkeit im Rahmen der Wertschöpfungskette, aber auch durch die Unterstützung gemeinnütziger Aktionen und Initiativen, Nutzen für das Geschäftsgebiet. Die Nutzenstiftung ist elementarer Bestandteil der Sparkassenidee.
Im vergangenen Jahr stellte die Sparkasse rund 0,8 Mio. € an Spenden- und Sponsoringmittel bereit. Davon wurden aus den verkauften PS-Losen rund 170 TEUR von der Ostdeutschen Lotteriegesellschaft der Sparkasse für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt.
Die bereitgestellten Spenden- und Sponsoringgelder werden von der Sparkasse aus Mitteln erwirtschaftet, die ihr die Kunden anvertrauen. Damit hat jeder Kunde einen mittelbaren Anteil an der Förderung des Gemeinwohls.
Es ist deshalb auch nur folgerichtig, dass die Sparkasse bei der Förderung prüft, ob die Empfänger eine Geschäftsverbindung zu unserem Institut unterhalten. Ist dies nicht der Fall, gibt es in der Regel auch keine Mittel. Die Angelegenheit muss eben beiden Seiten Spaß machen, meine Damen und Herren! Die Sparkasse Oder-Spree verfolgt ihr Grundprinzip, dass das Geld in der Region verdient wird und auch in der Region bleibt.
Unsere Hilfe erhielten gemeinnützige Vereine und Initiativen für die soziale Arbeit, für Kultur und den Tourismus, den Sport sowie für die Wissenschaft und den Natur- und Umweltschutz.
An einigen wenigen Beispielen wird das Engagement der Sparkasse deutlich:
Im sozialen Bereich sind in erster Linie die Spenden an die Schuldnerberatungsstellen des Landkreises Oder-Spree und der Stadt Frankfurt (Oder) zu nennen.
Zum kulturellen Engagement der Sparkasse gehören regionale Aktivitäten wie beispielsweise die „Oper OderSpree“, „Wiener Klassik“, die Musikfesttage in Frankfurt (Oder) oder die Aufführungen des Kindertheaters „Snowy“ in Eisenhüttenstadt.
Regelmäßig unterstützen wir Ausstellungen in der Region und stellen unsere Geschäftsräume regionalen Künstlern für Ausstellungen zur Verfügung.
Die Entwicklung der Musikschulen im Geschäftsgebiet fördert die Sparkasse Oder-Spree seit vielen Jahren aktiv. Sie stellt den jungen Musikern auch Präsentationsplattformen zur Verfügung wie z. B. das traditionelle Weltspartagskonzert vor einem breiten Publikum in der Konzerthalle Frankfurt (Oder).
Auch die fünf Weihnachtskonzerte in Frankfurt (Oder), Beeskow, Erkner, Eisenhüttenstadt und Fürstenwalde sind feste Bestandteile der künstlerischen Unterstützung der Sparkasse.
Wir unterstützten im vergangenen Jahr erstmals das erfolgreiche „Helene-Beach-Festival.“
Regelmäßig nehmen wir an den Ausbildungsmessen in der Region teil und werben u. a. für eine Ausbildung in der Sparkassen-Finanzgruppe.
Ein weiterer fester Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit sind die Übergaben der Geburtstaler, die in Kooperationen mit den Kliniken und Wohlfahrtsverbänden in Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder) erfolgen.
Im Natur- und Umweltschutz halfen wir bei diversen ernst zu nehmenden Projekten.
Im Tourismus kooperieren wir gemeinsam mit der Sparkasse Märkisch Oderland eng mit dem Tourismusverband Seenland Oder-Spree e. V.
Wir engagierten uns beim Rad-Scharmützel und der Veranstaltung „Run and Bike“ in Neuzelle. In Frankfurt (Oder) halfen wir mit namhaften Mitteln bei der Ausrichtung der Feuerwehrsternfahrt und dem 3. Internationalen Musikfestival.
Im sportlichen Bereich steht die Unterstützung des Breitensportes im Vordergrund. Der Kreissportbund des Landkreises Oder-Spree und der Stadtsportbund Frankfurt (Oder) erhalten jährlich erhebliche Mittel von der Sparkasse, die sie gezielt vor Ort einsetzen. Daneben fördert die Sparkasse auch den Olympiastützpunkt Frankfurt (Oder) und die dort tätigen Vereine, z. B. den Frankfurter Handball Club, den Judo-Club 90 Frankfurt (Oder), den FFC Victoria Frankfurt (Oder), den Frankfurter Radsportclub sowie den RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder).
Für die Sparkasse ist daneben auch wichtig, den Leistungs- und Spitzensport in der übrigen Region zielgerichtet zu fördern. Deshalb begleiten wir die Fußballer des FSV Union Fürstenwalde in der Oberliga oder die in der 2. Bundesliga spielenden Volleyballer der TSGL Schöneiche, die Männer-Handballmannschaften aus Müllrose und Grünheide sowie den Rock’n Roll Club in Erkner, um nur einige Beispiele zu nennen. ------------------------------------------------------------------------------------- Stiftung der Sparkasse Oder-Spree
Neben der direkten Nutzenstiftung, gibt es noch die Begleitung über unsere sparkasseneigene Stiftung.
An die Stiftung der Sparkasse Oder-Spree wurden im Jahr 2011 insgesamt 16 Anträge gestellt. 12 Anträge wurden bewilligt und insgesamt rund 40 TEUR bereitgestellt. Unterstützt wurden Projekte in Beeskow, Frankfurt (Oder), Storkow, Fürstenwalde und Erkner.
Mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung halfen wir bei der Restaurierung der Neuzeller Passionsdarstellung. Gemeinsame Hilfe erhielt auch das Museum Junge Kunst in Frankfurt (Oder).
Die Wiederherstellung der Glocken für die Kirche St. Marien in Frankfurt (Oder) wird mit Hilfe der Stiftung und der Sparkasse möglich sein, das Kuratorium hat dafür bereits seine Zustimmung erteilt. Damit wird - nach den Marienfenstern - das zweite Großprojekt für ein Objekt in Frankfurt (Oder) maßgeblich durch die Sparkassen-Finanzgruppe gefördert.
Ausblick
Das vergangene Jahr war geprägt von der Zuspitzung der europäischen Staatsschuldenkrise, die zu erheblichen Verwerfungen an den Finanzmärkten führte und sich als zunehmende Belastung für die Konjunktur erwies. Der deutschen Wirtschaft tat dies jedoch keinen Abbruch, sie befindet sich noch in einer guten Verfassung. Der private Konsum hat sich 2011 positiv entwickelt und war ein wichtiger Träger des Ganzen. Die Bundesrepublik erwies sich bisher als ein sicherer Hafen.
Im Jahr 2012 sollte die Staatsschuldenkrise insgesamt gelöst werden bzw. deutlich voran kommen. Doch wer bietet, neben Deutschland, einen glaubwürdigen Rückhalt für den Euro? Makroökonomisch sind wohl Deutschland, Luxemburg, Österreich, die Niederlande und Finnland die robustesten Länder.
Im vergangenen Jahr konnte sich die Wirtschaft in unserer Region auch weiter festigen und einen erfreulichen Aufwärtstrend verzeichnen.
Wir wollen vor diesem Hintergrund besonders das Vertrauen der Kunden in ihre Sparkasse festigen. Wir bieten eine konstant hohe Qualität und einen außerordentlichen Service.
Solidität, Augenmaß und Bodenständigkeit bestimmen unser Handeln.
Wir sind der richtige Partner für jedermann.
Gewinnmaximierung und Eigenkapitalrendite sind für uns nicht von primärer Bedeutung.
Der wirtschaftliche Erfolg ist allerdings eine Voraussetzung für unser Fortbestehen und die Erfüllung des öffentlichen Auftrages, damit wir u. a. auch unser umfangreiches Servicenetz unterhalten können.
Wir verfolgen in diesem Jahr auch wieder klare Ziele, die insbesondere auf eine Sicherung unserer Liquidität und unserer Risikotragfähigkeit gerichtet sind.
Bei der Entwicklung der Bilanzsumme streben wir ein moderates Wachstum an. Wichtigster Faktor ist dabei die positive Entwicklung der Kundeneinlagen, die wir weiterhin steigern wollen. Für das Kreditgeschäft streben wir Wachstum auf nachhaltiger Basis an.
Es gibt keine Kreditklemme; es wird keine Kreditklemme geben; im Gegenteil, wir würden gern mehr gutes Kreditgeschäft machen.
Durch eine in Zukunft noch konsequentere Markttätigkeit müssen wir uns weiter von den Schwankungen des Finanzmarktes lösen und damit den Erfolgsanteil des Kundengeschäfts ausbauen.
In der Spenden- und Sponsoringtätigkeit wird die Sparkasse nicht nachlassen und das Gemeinwohl fördern. Im Rahmen der Nutzenstiftung bieten wir auch zukünftig kostenfreie Veranstaltungen für unsere Kunden an.
Im Namen des Vorstandes und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danke ich allen Kunden und Geschäftspartnern für das im vergangenen Jahr entgegengebrachte Vertrauen und wünsche Ihnen im laufenden Jahr alles Gute, Gesundheit, Glück und Erfolg.
Ihre Sparkasse Oder-Spree Sparkassen. Gut für Deutschland
|